maischberger: Norbert Röttgen und Martin Richenhagen über einen drohenden Handelskrieg mit den USA und Ukraine-Hilfen | Video der Sendung vom 05.03.2025 22:50 Uhr (5.3.2025) mit Untertitel

Norbert Röttgen und Martin Richenhagen über einen drohenden Handelskrieg mit den USA und Ukraine-Hilfen

05.03.2025 ∙ maischberger ∙ Das Erste
UT

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen zeigt sich schockiert über den Eklat im Weißen Haus und kritisiert, dass Trump der Ukraine trotz ihres hohen Bedarfs keine militärische Hilfe gewährt und auch Geheimdienstinformationen nicht mehr an das Land weitergegeben werden. Der deutsch-amerikanische Manager Martin Richenhagen beschreibt Selenskyj in seiner aktuellen Haltung als „den Klügeren, der nachgibt“ und beschreibt Trump als ehrgeizig und wettbewerbsorientiert. Der US-Präsident, so Richenhagen, halte sich selbst für einen guten Verhandler und sei unfähig zur Selbstkritik. Röttgen glaubt, dass Trump mehr an einem „historischen Erfolg“ interessiert ist als an Frieden. Richenhagen kritisiert, dass die deutsche Politik Trump zu schnell offen kritisiert habe, und lobt Macrons diplomatischen Ansatz. Hinsichtlich eines Handelskriegs mit den USA sagt Richenhagen, dass Trumps Steuer- und Zollpolitik nicht klug durchdacht seien und als Teil seiner Propaganda dienen würden. Er prophezeit, dass die Verbindung zwischen Trump und seinem Berater Musk in weniger als einem Jahr im Streit ende. Röttgen warnt vor einer Konzentration von Macht bei Trump, die eine Gefahr für die Demokratie darstelle. Der CDU-Politiker sieht die Überschreitung der Gewaltenteilung und die Verknüpfung von Politik und privaten Interessen als besorgniserregend.


Bild: ARD
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bis 05.03.2026 ∙ 22:49 Uhr